Mein Tagebuch
Zurück aus Rom
Donnerstag 06. August 2009
Hallo zusammen,
ich bin seit Montag spät in der Nacht wieder zurück aus Rom in Magdeburg. Die Rückreise war wesentlich länger als sie hätte sein sollen, aber was kann man machen?
Ich möchte mich hiermit herzlich bei allen, die mir die Daumen gedrückt haben und bei denen die mir geschrieben haben, bedanken, sofern ich es nicht schon getan habe.
Der Zuspruch war riesig und darüber habe ich mich sehr gefreut. Das hat mich fast umgehauen wie viele Mails, Homepage-Einträge, SMS, Anrufe und Sonstiges ich bekommen habe. Vielen, vielen Dank für all diese Unterstützung!
Es war für mich eine tolle Weltmeisterschaft. Ich wollte dieses Jahr einfach nur für mich persönlich gut abschneiden und gute Rennen abliefern. An Medaillen habe ich wirklich nicht gedacht. Das hat letztes Jahr bei den Olympischen Spielen so weh getan, dass ich das mit Sicherheit diesen Sommer nicht noch einmal schwimmerisch überstanden hätte. So möchte ich wirklich sagen, ich habe mich auf mich konzentriert und wollte einfach einen guten Wettkampf schwimmen. Das klingt wirklich leichter als es ist. Vor allem wenn es schon einmal schief gegangen ist. Dass das aber dieses Jahr so gut funktioniert hat und mit zwei Medaillen geendet ist, hat mich schier umgeworfen.
Ich könnte jetzt sehr vielen danken, die mich auf dem Weg zu diesem Erfolg begleitet haben. Angefangen von Jörg Bügner und Ralf Eggers, der Physiotherapie, OSP, Martin Grabowski und natürlich meiner Familie. Ich möchte aber besonders meinen jetzigen Trainer Bernd Henneberg und meine Freundin Antje Buschschulte nennen.
Auch wenn ich erst seit März dieses Jahres bei Henneberg trainiere, haben wir schon unheimlich gut zusammengearbeitet. Er hat sich gut in mich hineindenken können und mir die nötige physische Voraussetzung aber auch Ruhe und Gelassenheit vor einem so großen Wettkampf vermittelt. Antje hat mir natürlich sehr geholfen aus diesem Motivationstief nach den Spielen wieder herauszukommen und mir abseits des Schwimmens immer die nötige Ruhe gegeben. Ohne sie wäre das alles sicherlich nicht möglich gewesen!
Momentan habe ich noch etwas freie Zeit in Magdeburg, wo ich viel Liegengebliebenes aufarbeiten muss. Dann werde ich mit Antje in den Urlaub fliegen und danach die neue Saison und das neue Semester beginnen.
Ich wünsche allen noch einen schönen Sommer und bis bald,
euer Helge
Happy new year
Freitag 23. Januar 2009
Liebe Fans, Schwimmfreunde und Partner,
ein gesundes und erfolgreiches Jahr wünsche ich Euch und freue mich auf ein weiteres Jahr voller Herausforderungen und Höhepunkte wie etwa die Schwimm-Weltmeisterschaft Ende Juli / Anfang August.
An dieser Stelle will ich mich noch einmal bei allen bedanken, die mich im letzten Jahr unterstützt und gefördert und an mich geglaubt haben. Herzlichen Dank!
Auch wenn ich seit Peking das Schwimmtraining meinem Medizinstudium angepasst habe, werde ich auch in diesem Jahr mein Bestes geben.
In diesem Sinne bis bald und viele Grüße,
euer Helge
Urlaubsgrüße aus Südtirol
Montag 29. September 2008
Grüß Gott zusammen, das habe ich die letzten Tage sehr oft gehört... Ich bin mit Antje momentan in einem Camping Multivan unterwegs. Wir haben einen schönen Weg über die Alpen gefunden und sind jetzt in Südtirol. Zuvor war ich in Norddeutschland und Norwegen unterwegs.
Das alles habe ich bewusst abseits des Schwimmens getan, da ich eine Menge Abstand brauchte. Mit Ausnahme der Trainertagung in Göttingen habe ich es geschafft, gedanklich weit entfernt der Schwimmerwelt zu urlauben. Ich habe insgesamt so viel investiert und bei den Olympischen Spielen dafür so wenig wiederbekommen. Die Pause war notwendig!
Bald ist es jedoch mit der Auszeit vorbei, denn jetzt gilt es ernsthaft mein Studium voranzutreiben. Mein Ziel ist es bis zum Physikum in Regelstudienzeit (ab jetzt gerechnet) durchzukommen, um danach eventuell noch einmal den Fokus in Richtung Schwimmen (Olympische Spiele 2012) zu verlegen. Ich denke jeder versteht diese Entscheidung, da ich mich nach der Schwimmlaufbahn nicht auf einem Geldspeicher a la Dagobert Duck ausruhen kann und es fr mich persönlich ein Ziel ist, später einmal als Arzt tätig zu sein. Ich werde also nun erstmal umgekehrt das Training dem Studium anpassen und beides so gut es eben geht versuchen unter einen Hut zu bekommen.
Auch wenn der letzte Abschnitt, sprich die letzten 3 Jahre, schmerzlich endete, so möchte ich diese Zeit nicht missen. Für all die Teilerfolge und schönen Erlebnisse möchte ich mich jedenfalls bei meinen Trainern Jörg Brügner, Ralf Eggers, Klaus Egert, Stefan D��r und Michael Ulmer bedanken!
Es beginnt jetzt ein neuer Abschnitt für mich und auf den freue ich mich ebenfalls sehr!
Heute war ich mit Antje sogar schon schwimmen. Es geht weiter und ich werde wieder berichten, wie es mir geht. Ganz kurzfristig jedoch werde ich mich dem Abendessen widmen und die schöne Landschaft geniessen :-)
Bis dahin also viele Grüße, Euer Helge
